Uwe Schulz

Lenny Bernstein, Maria und der ewige Stress mit den Fremden

Wieder was gelernt bei meiner Recherche zum Zeitzeichen über die West Side Story,
das ich gerade fertiggestellt habe:

Das Musical war bei seiner Uraufführung 1957 eine Zumutung,
ein Bruch mit allen Konventionen des Broadway.
Denn es brachte einen Konflikt auf die Bühne, der in den Armenviertels der
Metropolen Jahr für Jahr Dutzende junger Leute das Leben kostete:
Den Krieg der Kulturen.

In der West Side Story hat das US-amerikanische Musiktheater seinen eigenen Ton gefunden.
Komponist Leonard Bernstein gilt manchen Musikkennern deshalb als Godfather of Broadway

Und: Diese Liebesgeschichte und der Konflikt, an dem sie zerbricht,
sind auf verstörende Weise so gar nicht 1957, sondern 2017.

All diese Erkenntnisse habe ich in mein Kurzfeature in der Reihe Zeitzeichen gepackt.
Ab 26. September frisch auf die Ohren.

West Side Story (Copyright: WDR)

 

Bernstein hat seinen größten Musical-Erfolg nur einmal selbst dirigiert:
bei der Einspielung der Highlights für die Produktion der Deutschen Grammophon.
Die eindrucksvolle Film-Doku darüber steht wie manch anderes juristisch graues Material
online bei YouTube:

 

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